Kurz gesagt:
- Ein Amazon Brand Store ist ein kostenloser, individuell gestaltbarer Marken-Onlineshop für eingetragene Marken mit professionellem Verkäuferkonto. Er lässt sich ohne Programmierkenntnisse mit Drag-and-Drop und Vorlagen erstellen und sollte aktiv gepflegt werden, um Umsatz und Markenpräsenz zu steigern. Durch gezielte Werbung und regelmäßige Analyse wird der Store zu einem erfolgreichen Marketinginstrument.
Ein Amazon Brand Store ist ein kostenloser, individuell gestaltbarer Marken-Onlineshop innerhalb von Amazon, der ausschließlich Markeninhabern mit eingetragener Marke und professionellem Verkäuferkonto zugänglich ist. Wer einen Amazon Store erstellen möchte, braucht keine Programmierkenntnisse. Der integrierte Store Builder arbeitet mit Drag-and-Drop und vorgefertigten Vorlagen. Richtig eingesetzt, ist der Brand Store kein Aushängeschild, sondern ein aktives Verkaufsinstrument, das Markenpräsenz und Umsatz auf Amazon direkt beeinflusst. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Voraussetzungen gelten, wie der Aufbau Schritt für Schritt funktioniert und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, um einen Amazon Store zu erstellen?
Der Zugang zum Amazon Store Builder ist an zwei Bedingungen geknüpft: eine eingetragene Marke und ein professionelles Verkäuferkonto. Beide Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfüllt sein. Fehlt eine davon, bleibt der Store Builder gesperrt.
Markeneintragung über die Amazon Brand Registry
Eine eingetragene Marke beim DPMA, EUIPO oder einer anderen von Amazon akzeptierten Behörde ist zwingend erforderlich, um die Amazon Brand Registry zu nutzen. Erst nach erfolgreicher Aufnahme in die Brand Registry schaltet Amazon den Zugang zum Store Builder frei. Die Markeneintragung selbst kann je nach Behörde mehrere Monate dauern. Wer diesen Schritt noch nicht gegangen ist, sollte ihn so früh wie möglich einleiten.
Professionelles Verkäuferkonto auf Amazon
Das professionelle Verkäuferkonto kostet 39 Euro pro Monat zuzüglich Umsatzsteuer. Der Store Builder selbst ist für Markeninhaber kostenlos. Das Konto erfordert eine Identitätsverifizierung mit amtlichen Dokumenten. Stimmen alle Angaben überein, läuft die Verifizierung zügig durch. Verzögerungen entstehen fast immer durch abweichende Adress- oder Namensangaben.
Überblick: Voraussetzungen auf einen Blick
| Voraussetzung | Details |
|---|---|
| Markeneintragung | DPMA, EUIPO oder andere von Amazon anerkannte Behörde |
| Amazon Brand Registry | Pflichtregistrierung nach Markeneintragung |
| Professionelles Verkäuferkonto | 39 Euro/Monat zzgl. USt., mit Identitätsverifizierung |
| Store Builder Zugang | Wird nach Brand Registry Aufnahme freigeschaltet |

Auf Amazon.de sind über 250.000 aktive Verkäufer registriert. Dieser Wettbewerbsdruck macht eine klare Markenpositionierung über den Brand Store besonders relevant. Wer nur als anonymer Händler auftritt, verliert gegenüber Marken mit eigenem Store sichtbar an Boden.
Wie funktioniert der Amazon Store Builder? Schritt-für-Schritt-Anleitung
Der Store Builder nutzt Drag-and-Drop mit vorgefertigten Vorlagen und umfasst rund 6–10 Schritte von der ersten Einrichtung bis zur Einreichung. Programmierkenntnisse brauchen Sie dafür nicht. Der Fokus liegt auf Nutzerführung und einer klaren Kaufmotivation.
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Im Seller Central oder Vendor Central einloggen. Navigieren Sie zu „Stores" und dann zu „Store verwalten". Dort finden Sie die Schaltfläche zum Anlegen eines neuen Stores.
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Marke auswählen und Store benennen. Wählen Sie die Marke aus, die Sie in der Brand Registry registriert haben. Der Storename entspricht in der Regel dem Markennamen.
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Vorlage auswählen. Amazon bietet drei Grundvorlagen: Marquee (großes Hero-Bild mit Produktfokus), Produktgrid (strukturiertes Raster für viele Produkte) und Blank (leere Leinwand für individuelle Gestaltung). Für Einsteiger empfiehlt sich Marquee oder Produktgrid, da beide eine klare Struktur vorgeben.
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Startseite gestalten. Amazon stellt modulare Bausteine bereit wie Hero-Bild, Produktgrid, Video und Bestsellerkarussell. Platzieren Sie ein starkes Hero-Bild oben, das Ihre Marke sofort erkennbar macht. Darunter folgen Produktkacheln und ein Bestsellerkarussell.
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Kategorieseiten anlegen. Strukturieren Sie Ihr Sortiment in logische Kategorien. Jede Kategorieseite erhält ein eigenes Produktraster. Zu viele Kategorien verwirren. Drei bis fünf Hauptkategorien sind für die meisten Marken ausreichend.
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Inhalte einfügen. Bilder, Videos, Texte und Call-to-action-Schaltflächen lassen sich per Drag-and-Drop platzieren. Achten Sie auf konsistente Bildsprache und kurze, klare Texte. Videos erhöhen die Verweildauer spürbar.
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Mobile Darstellung prüfen. Die mobile Ansicht sollte während der Gestaltung regelmäßig geprüft werden, da eine gute Desktop-Darstellung nicht automatisch mobil funktioniert. Der Store Builder zeigt beide Ansichten parallel.
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Store einreichen. Nach der finalen Prüfung aller Inhalte reichen Sie den Store zur Amazon-Freigabe ein. Die Freigabe dauert 24–72 Stunden. Amazon prüft manuell auf Richtlinienverstöße.
Profi-Tipp: Legen Sie vor dem ersten Klick im Store Builder eine Skizze Ihrer Seitenstruktur auf Papier an. Wer die Navigation vorab plant, spart beim Aufbau erheblich Zeit und vermeidet spätere Umstrukturierungen.
Welche Fehler sollten Sie beim Erstellen und Pflegen des Stores vermeiden?

Viele Händler richten ihren Store einmal ein und lassen ihn dann monatelang unverändert. Das ist der häufigste Fehler. Ein Brand Store ist kein statisches Aushängeschild, sondern ein aktives Marketinginstrument, das durch laufende Pflege und Werbung den Umsatz steigert.
Die typischen Fehler im Überblick:
- Keine Aktualisierung: Saisonale Aktionen, neue Produkte oder Preisänderungen spiegeln sich nicht im Store wider. Käufer sehen veraltete Inhalte und verlieren das Vertrauen.
- Verstöße gegen Amazon-Richtlinien: Externe Links zu anderen Webseiten und irreführende Werbeaussagen führen zur Ablehnung bei der Freigabe. Amazon prüft das manuell und lehnt entsprechende Inhalte konsequent ab.
- Vernachlässigung der mobilen Darstellung: Viele Händler unterschätzen die Bedeutung der mobilen Store-Darstellung, was direkt zu Konversionsverlusten führt. Mehr als die Hälfte der Amazon-Käufe erfolgt über Mobilgeräte.
- Überladen der Startseite: Zu viele Produktkacheln ohne klare Hierarchie überfordern den Besucher. Weniger ist hier mehr.
- Keine Auswertung der Store Analytics: Wer die Analysedaten ignoriert, verpasst konkrete Hinweise darauf, welche Seiten funktionieren und welche nicht.
Profi-Tipp: Setzen Sie auf Storytelling. Zeigen Sie nicht nur Produkte, sondern erklären Sie kurz, warum Ihre Marke existiert und welches Problem sie löst. Käufer, die eine Markengeschichte verstehen, kaufen häufiger und kehren öfter zurück.
Wie nutzen Sie den Amazon Store als Marketing- und Verkaufskanal?
Ein gut gepflegter Brand Store entfaltet seinen vollen Wert erst in Kombination mit gezielten Werbemaßnahmen und einer datenbasierten Pflege. Hier sind die wichtigsten Hebel:
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Sponsored Brands Kampagnen verknüpfen. Sponsored Brands Anzeigen können direkt auf den Store oder auf einzelne Kategorieseiten verlinken. Das erhöht die Relevanz der Anzeige und verbessert die Konversionsrate, weil Besucher auf einer Markenseite landen statt auf einer generischen Suchergebnisseite.
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Brand Analytics auswerten. Die Amazon Brand Registry schaltet Analyse-Tools frei, die eine datenbasierte Anpassung von Navigation und Inhalten ermöglichen. Brand Analytics liefert Echtzeit-Daten zur Suchbegriff-Performance und zum Kaufverhalten. Wer diese Daten regelmäßig auswertet, erkennt schnell, welche Produkte im Store zu wenig Sichtbarkeit bekommen.
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A+ Content einbinden. A+ Content verbessert die Produktpräsentation auf den Produktdetailseiten und ergänzt den Brand Store sinnvoll. Beide Elemente zusammen stärken die Markenbotschaft und erhöhen die Verweildauer.
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Hybridstrategie aus Amazon Store und eigener Website. Die Kombination aus Amazon Store und eigener Webseite empfiehlt sich als Hybridstrategie: Amazon liefert hohe Kaufabsicht und Reichweite, die eigene Website stützt Kundenbindung und Datenhoheit. Beide Kanäle ergänzen sich, anstatt sich zu kannibalisieren.
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Store-Leistung regelmäßig überwachen. Prüfen Sie monatlich Traffic, Seitenaufrufe und Konversionsrate pro Kategorieseite. Seiten mit hohem Traffic aber niedriger Konversion brauchen bessere Inhalte oder eine klarere Produktauswahl.
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Sponsored Brands auf Store verlinken | Höhere Konversion durch Markenseite statt Suchergebnisseite |
| Brand Analytics auswerten | Datenbasierte Anpassung von Inhalten und Navigation |
| A+ Content kombinieren | Stärkere Markenbotschaft auf Produktdetailseiten |
| Hybridstrategie mit eigener Website | Reichweite über Amazon, Kundenbindung über eigene Kanäle |
| Monatliches Store-Monitoring | Früherkennung schwacher Seiten und gezieltes Nachsteuern |
Die Conversion-Rate im E-Commerce hängt direkt von der Qualität der Markenpräsentation ab. Ein Brand Store, der Besucher klar führt und eine konsistente Markenbotschaft vermittelt, konvertiert messbar besser als eine unstrukturierte Produktliste.
Wichtige Erkenntnisse
Ein Amazon Brand Store ist nur dann ein wirksames Verkaufsinstrument, wenn er aktiv gepflegt, mit Werbung verknüpft und durch Analytics kontinuierlich verbessert wird.
| Thema | Details |
|---|---|
| Voraussetzungen | Eingetragene Marke, Brand Registry und professionelles Verkäuferkonto sind Pflicht |
| Store Builder | Drag-and-Drop ohne Programmierkenntnisse, Freigabe dauert 24–72 Stunden |
| Häufige Fehler | Statischer Store, fehlende mobile Prüfung und ignorierte Analytics kosten Umsatz |
| Werbeverknüpfung | Sponsored Brands Kampagnen direkt auf Store-Seiten lenken erhöht die Konversion |
| Hybridstrategie | Amazon Store für Reichweite, eigene Website für Kundenbindung und Datenhoheit |
Was wir nach vielen Store-Projekten gelernt haben
Wir bei Amaven sehen regelmäßig, dass Händler den Brand Store unterschätzen. Nicht weil sie ihn schlecht aufbauen, sondern weil sie ihn nach dem Launch vergessen. Der Store wird einmal eingerichtet, zur Freigabe eingereicht und dann nicht mehr angefasst. Das ist schade, denn genau hier liegt das Potenzial.
Was wirklich den Unterschied macht, ist die Verbindung zwischen Store, Werbung und Daten. Ein Store ohne Sponsored Brands Kampagnen bekommt kaum externen Traffic. Und ein Store ohne regelmäßige Analytics-Auswertung verbessert sich nicht. Beides zusammen ist das, was aus einem durchschnittlichen Brand Store einen echten Verkaufskanal macht.
Wir empfehlen außerdem, den Store nicht als Produktkatalog zu denken, sondern als Markenerlebnis. Käufer auf Amazon sind kaufbereit. Aber sie entscheiden sich für Marken, die ihnen in wenigen Sekunden klar machen, wofür sie stehen. Ein Hero-Bild, das nur ein Produkt zeigt, leistet das nicht. Eine Startseite, die Markenwerte und Produktnutzen verbindet, schon.
Und noch ein Punkt, den wir für besonders wichtig halten: die mobile Darstellung. Wer seinen Store nur am Desktop prüft, sieht nicht, was die Mehrheit der Käufer sieht. Prüfen Sie jede Änderung auch auf dem Smartphone, bevor Sie einreichen.
— Amaven
Amaven unterstützt Sie beim Aufbau Ihres Amazon Stores
Einen Brand Store technisch einzurichten ist der erste Schritt. Den Store so zu gestalten, dass er dauerhaft Umsatz bringt, ist die eigentliche Aufgabe. Amaven begleitet Marken und Händler bei beiden Schritten.

Unser Team übernimmt das Katalogmanagement und die Produktdatenoptimierung für Sie, sodass Ihre Listings und Ihr Store konsistent und kaufstark aufgestellt sind. Dazu kommen Beratung zur Store-Struktur, Unterstützung bei A+ Content und die Verknüpfung mit PPC und DSP Kampagnen, die gezielt Traffic in Ihren Store lenken. Wer auf Amazon verkauft und seine Markenpräsenz professionell aufbauen möchte, findet bei Amaven einen Partner mit direktem Erfahrungshintergrund aus dem Amazon-Ökosystem.
FAQ
Was ist ein Amazon Brand Store?
Ein Amazon Brand Store ist ein kostenloser, individuell gestaltbarer Marken-Onlineshop innerhalb von Amazon, der ausschließlich für Inhaber eingetragener Marken zugänglich ist.
Wie lange dauert die Freigabe eines Amazon Stores?
Die Freigabe durch Amazon dauert in der Regel 24–72 Stunden. Amazon prüft dabei manuell, ob alle Inhalte den Richtlinien entsprechen.
Was kostet ein Amazon Store?
Der Store Builder ist für Markeninhaber kostenlos. Voraussetzung ist ein professionelles Verkäuferkonto, das 39 Euro pro Monat zuzüglich Umsatzsteuer kostet.
Brauche ich Programmierkenntnisse für den Store Builder?
Nein. Der Store Builder arbeitet mit Drag-and-Drop und vorgefertigten Vorlagen wie Marquee oder Produktgrid, die ohne technisches Vorwissen nutzbar sind.
Kann ich meinen Amazon Store mit Werbeanzeigen verknüpfen?
Ja. Sponsored Brands Kampagnen lassen sich direkt auf den Store oder auf einzelne Kategorieseiten verlinken, was die Konversionsrate gegenüber Verlinkungen auf Suchergebnisseiten deutlich verbessert.
